art-dialog 2: und plötzlich die Stammzellen

     

    Wir breiten die von mir geklebten Folien aufeinander aus. Es sieht plötzlich sehr organisch aus. Wie Schleim. Dazu die metallenen Kuben, die Bruno mitgebracht hatte. Und plötzlich reden wir von Stammzellen und davon, dass sie noch undifferenziert sind und alle Möglichkeiten enthalten. Potenzial pur. Die Folien werden geknüllt und es entsteht eine abstrakte Kugelform, eine zweite Phase in der Zellteilung. Das für uns Überraschende ist, dass die Assoziation aus unserem Tun entstand und nicht geplant, konstruiert war.

    Wir arbeiten an organischem, auch chaotischem Wachstum.

     

    Die Teilnehmenden kommen an. Ich glaube, wir sind ziemlich anders als das Programm. Mir wird zum ersten Mal mal mulmig. Möglicherweise sind wir meilenweit entfernt von ihnen und davon, gesehen oder verstanden zu werden. Der Transfer von unserem Anliegen zu den Teilnehmenden könnte sehr schwierig werden. Wir haben kein rechtes Gefäss dafür. Ob es Patienten auch so geht, wenn ihre inneren Bilder und Geschichten in Konsultationen nicht integriert werden?

    Möglicherweise sind wir bereits gescheitert.

     

     

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