art-dialog 2: Dann kamen die Linien

    Die letzten zwei Tage waren wie in Trance. Wir waren fokussiert auf unsere Arbeit. Nur sie. Und die Krisen, die dazugehören. Sie kamen als totale Müdigkeit, Unsicherheit, wie sie kreative Prozessen begleiten. Obwohl dem so ist, sind sie einfach widerwärtig und unangenehm. Sie gehen unter die Haut. Deutlich mehr Leute besuchten uns und fragte nach unserer Absicht und dem, was das mit ihnen zu tun hat.

    Na ja, das ist in Worten oft nicht so kurz und schnell zu sagen. Wenn wir unsere Arbeit jedoch mit der ihrigen verglichen und unsere Installation als Metapher für die Arbeit mit Patienten ansprachen - dann stieg das Interesse sprunghaft an. Natürlich nahm ich auch wahr, dass viele unter Kunst etwas anderes verstehen... zb. Bilder an der Wand, wo man sofort erkennt, was es ist und zu sein hat, auch wenn man sich nicht einlässt.

     

    Wir ortneten, wie schon in Billings PET von Verpackungen, ordneten es zu Gebilden, die sich ausbreiteten und gestalteten. Alles in relativer Sicherheit... doch nichts Neues.

     

    Es war dann während des ganzen Tages ein reines Vergnügen und Glückseligkeit. Wir vergassen die Zeit. Wir vergassen unsere Öffentlichkeit.

    Die Drähte wurden farbig und es entstanden Linien im Raum. Es war fantastisch.


     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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